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Zeitzeugengespräch und Lesung mit Günther Rehbein zu „Gulag und Genossen“

127 PA082218 26.01.2011 / tjg. - Meißner Landstraße 4, Dresden mit 19 Jahren - verbannt auf Lebenszeit

Am Mittwoch, den 26. Januar 2011, um 19:30 Uhr, lädt der Aktion Zivilcourage e.V., in Kooperation mit der Landtagsabgeordneten Dr. Eva-Maria Stange, dem Förderverein Theater Junge Generation e.V. und dem Werk für kommunalpolitische Bildung Sachsen e.V. zu einem öffentlichen Zeitzeugengespräch und Buchlesung im Rahmen Veranstaltungsreihe „Kultur - Geschichte des Dresdner Westen“, im Pavillon des tjg. theater junge generation in Dresden (Meißner Landstraße 4, 01157 Dresden), ein.

Dort wird der Zeitzeuge und Buchautor Günther Rehbein aus seinem Buch "Gulag und Genossen - Aufzeichnungen eines Überlebenden" lesen und über Erlebtes im Umgang mit den Machthabern des Realsozialismus der DDR referieren.

 

Zum Autor:

Günther Rehbein war gerade einmal 19 Jahre alt, als er von der Staatssicherheit verhaftet und zur sowjetischen Kommandantur gebracht wurde. Der Vorwurf die Planung eines Anschlags auf die Kommandantur in Gera war mehr als absurd. An seine Frau und sein Kind denkend verweigerte der Unschuldige die Unterzeichnung eines auf russisch geschriebenen Geständnisses. Unter Gewaltandrohung und der Befürchtung seiner Frau und dem Kind könne etwas widerfahren, unterzeichnete er letztendlich widerwillig. Durch den vorherig verweigerten Kooperationswillen, entschied ein Militärtribunal über eine hohe Strafe: 25 Jahre Internierungshaft im sibirischen Lager Gulag und Zwangsarbeit in einem Bergwerk.

Von 1952 bis 1955 verbrachte Günther Rehbein sein Leben dort, ohne jeglichen Kontakt in die Heimat.

Konrad Adenauer gelang es im Jahre 1955 die letzten deutschen Kriegsgefangenen Nachhause zu holen, unter ihnen auch Gunther Rehbein. Nachdem sein Wahl auf die alte Heimat und nicht auf die Bundesrepublik fiel, versuchte er hier als gebrandmarkter Klassenfeind wieder Fuß zu fassen, was Ihm aber nicht gelang. Die Stasi war hinter Ihm her und wollte eine Zusammenarbeit bewirken. Nach einem Zwischenfall mit dem ehemaligen Freund, der Ihn der Anschlagsplanung beschuldigte, wurde er verhaftet und musste vier Jahre im „Gelben Elend“ in Bautzen sitzen.

Nach dieser Zeit schreib Rehbein sein Erlebtes in eine Buch nieder und veröffentliche es.

Günther Rehbeins Erinnerungen an den Gulag belegen, dass sein Überleben dort an ein Wunder grenzte. Nach seiner Rückkehr in den sozialistischen Teil Deutschlands wurde er vom Staatssicherheitsdienst auf eine Weise bespitzelt und schikaniert, die ihn fast in den Wahnsinn trieb. Rehbeins Leben führt vor, wie ein Individuum von einer Diktatur beinahe zerstört wird.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität wird um Voranmeldung gebeten, dafür senden Sie bitte eine E-Mail an: thomas.groh@tjg-dresden.de

 

Anfahrtsbeschreibung:

 
Informationen für alle Dresdner:
 

Bitte nutzen Sie zur Anfahrt die Straßenbahnlinie 12 in Richtung Leutewitz bzw. aus dem Stadtteil Leutewitz kommend die Straßenbahnlinie 12 in Richtung Striesen bis zur Haltestelle Cossebauder Straße.

 
Anfahrt mit S-Bahn (aus Pirna und Umgebung):
 

Aus Pirna kommend nutzen Sie bitte die S-Bahn Linie S1 in Richtung Meißen Triebischtal bis zur Haltestelle Dresden-Cotta. In Richtung Hamburger Straße den Bahnhof verlassen, nach rechts gehen und der Meißner Landstraße bis zur Hausnummer 14 folgen. Fußweg etwa 6 Minuten.

 
Anfahrt mit dem Auto (aus Pirna und Umgebung):
 

Zur Anfahrt mit dem Auto nutzen Sie die A17 Richtung Dresden und nehmen Sie die Ausfahrt 78-Dresden-Altstadt Richtung Meißen/B6 fahren. Biegen Sie an der ersten Kreuzung rechts ab (Schilder nach Zenrtum) und folgen dem Streckenverlauf in Richtung Dresden-Cotta bis zur Meißner Landstraße 14 - ca. 5 Minuten Fahrtzeit ab Autobahnabfahrt.

Parkplätze sind im Areal des tjg. vorhanden. Die Fahrtzeit ab Pirna beträgt etwa 30 Minuten.

 

Eine ausführliche Beschreibung des Fahrtweges erhalten Sie hier: maps.google.de.

 
Fußweg (ab Cossebauder Straße):
 

Zu Fuß nutzen Sie bitte Meißner Landstraße. Das tjg. theater junger generation trägt die Hausnummer 14. Fußweg ab Haltestelle Cossebauder Straße etwa 5 Minuten. Eine Umgebungskarte finden Sie hier:

 

Anfahrt 

 

Alle weiteren Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Bahn und der Dresdner Verkehrsbetriebe AG.

Gern können Sie sich auch direkt bei den Veranstaltern über den Anfahrtsweg erkundigen:


seb4  Ansprechpartner:

 

  Tom Waurig

  Vorstandsmitglied

  E-Mail: t.waurig@aktion-zivilcourage.de

 

 

 

Quelle: Aktion Zivilcourage e.V.

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