Zivilcourage, Toleranz und Weltoffenheit sind sehr sinnvoll und der Staat sollte mehr dafür tun.
Stefan Gräßler aus Dresden
Zeitzeugengespräch mit Michal Salomonovic in Pirna
1.12.2010
/ Pirna
Am Mittwoch, den 1.12.2010 findet ein Zeitzeugengespräch mit Michal Salomonovic und Schülerinnen und Schülern der Gauß-Mittelschule statt. Organisiert wird diese Veranstaltung von der Brücke-Most-Stiftung und der Aktion Zivilcourage e.V.
Michal Salomonovic wuchs im tschechischen Ostrava auf. Nach der Machtübernahme der Nazis wurden er und seine jüdische Familie zunächst aus ihrem Heimatort vertrieben. Anschließend wurden sie aus der Tschechoslowakei in das von den Deutschen besetzte Polen deportiert. Dort überlebte er das Ghetto in Litzmannstadt und die Vernichtungslager in Auschwitz und Flossenbürg.
Anschließend wurden sie nach Dresden gebracht, wo seine Eltern Zwangsarbeit in einer Munitionsfabrik leisten mussten. Nach der Bombardierung Dresdens mussten Hunderte von ausgemergelten Häfltingen zu Fuß in das KZ-Außenlager Pirna-Zatzschke marschieren. Die Gefangenen sollten dort noch vor Kriegsende die zerstörte Treibstoffindustrie wieder in Gang bringen.Die Brüder Salomonovic und ihre Mutter überlebten die letzte Station ihrer Haftzeit im Außenlager Pirna.
Michal Salomonovic lebt heute wieder in seiner Heimatstadt. Er nimmt rechte Tendenzen auch bei Jugendlichen in Tschechien, der Slowakei und Österreich wahr und möchte ihnen seine Erfahrungen entgegensetzen. „Aufklärung durch Zeitzeugenberichte und flächendeckende Unterstützung durch Lehrer und Familie sind hier ein Muss", ist er überzeugt.
Am 1.12.2010 wird er Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen von seinen Erlebnissen erzählen und auf Fragen der Jugendlichen eingehen.
Ansprechpartner:
Franziska Kuhne
Projektkoordinatorin
E-Mail: f.kuhne@aktion-zivilcourage.de
Telefon: 03501 460 880
Quelle: Aktion Zivilcourage e.V.




























































































































