Education for democratic values and tolerance are the keys to a just and healthy society. Encounters between youngsters from Germany and Israel are the best way to build bridges of understanding so that the tragic past will not be forgotten thus ensuring a better future.
Francoise Cafri (Stadtverwaltung Jerusalem) aus Israel
Umkrempeln statt wegrennen
03.06.2011
/ Dresden
33. Deutscher Evangelischer Kirchentag
Rechtsradikalismus ist in Sachsen kein unlösbares Problem. Es gibt Jugendliche und junge Erwachsene, die aktiv werden. Die vierzehnjährige Gloria ist eine von ihnen. Sie wurde Opfer von ausländerfeindlicher Gewalt. Nun engagiert sie sich gegen Rassismus - im Verein Aktion Zivilcourage in Pirna.
Es ist unverkennbar, dass Gloria aus der Gegend ist: Ihr Dresdner Zungenschlag lässt keinen Zweifel an der Heimat der jungen Frau. Doch in eben dieser Heimat musste Gloria, deren Vater aus Mosambik stammt, das Gefühl der Ausgrenzung kennen lernen.
Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung gibt es nicht nur in Dresden, Sachsen oder Ostdeutschland. Doch in kaum einer Region Deutschlands wurden die Themen in den letzten zwei Jahrzehnten so präsent, wie in den Landkreisen um Dresden. Die Schlagzeilen wurden bestimmt von einer NPD, die Bürgermeister stellen darf, gewalttätigen Übergriffen auf dunkelhäutige Frauen und Verfassungsschutzverfahren gegen rechtsradikale Gruppen. Gleichzeitig gewinnt aber auch die Arbeit verschiedener Initiativen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zunehmend öffentliches Interesse – ausreichend Anlass, dem Thema auf dem Kirchentag viel Aufmerksamkeit zu widmen.
Vernetzen gegen Gewalt
In diesem Zusammenhang fand am Freitag im Frauenzentrum in der Petrus Kirche die Veranstaltung „Du Opfer! – Hasskriminalität“ statt. Täter, die Menschen wie Gloria verbal oder körperlich attackieren und dabei allein von dem Hass auf das Fremde oder Andersartige getrieben werden, sind Hasskriminelle, erklärt Referent Kai Dietrich von der Arbeitsgemeinschaft "Jugend und Freizeitstätten Sachsen“. „Ich kann Betroffenen nur raten, sich zu vernetzen, Hilfe aufzusuchen und ihre Tat bei Beratungsstellen und im politischen Engagement öffentlich zu machen“, sagt Dietrich, fügt aber hinzu: „Eigentlich liegt die Verantwortung in der Kommunalpolitik und in der Zivilgesellschaft, die sich als Gesamtheit damit auseinandersetzen muss, dass es Hasskriminalität gibt.“
Diese Verantwortung wahrzunehmen, die Gesellschaft zu sensibilisieren und aktiv mitzugestalten, ist das Ziel der „Aktion Zivilcourage“ aus Pirna. Durch Projekttage oder Bandfestivals erreicht der Verein vor allem Jugendliche. Bei Podiumsdiskussionen und einem jährlich stattfindenden Fest in Pirna, dem Markt der Kulturen, sind alle Schichten der Gesellschaft einbezogen. Auf diesem Weg wurde Gloria auf die Initiative aufmerksam und engagiert sich seither im Verein.
Bei der Podiumsdiskussion im Frauenzentrum erzählte sie ihre Geschichte: www.kirchentag.de/jetzt-2011/welt-gesellschaft/04-samstag/bus-hass.html
Quelle: Elisabeth Muche und Valentina-Anna Rätz




























































































































