Die Sächsische Schweiz ist weltoffen und tolerant. Wir sind für den Tourismus bekannt, besonders meine Region Wehlen. Wir freuen uns über Gäste. Unsere Region ist Inspiration für Künstler, Maler und Musiker.
Tilo Schneider aus Stadt Wehlen
Tag des Offenen Denkmals in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Archäologische Funde zur Tötungsanstalt werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert
Zum Tag des Offenen Denkmals wird die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein am Sonntag, den 12. September 2010 zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet sein. Zusätzlich werden Sonderführungen zu den jüngsten bauarchäologischen Grabungen im Tötungskeller und am Hang hinter dem Gedenkstättengebäude angeboten. Die renommierten Bauarchäologen Barbara Schulz und Axel Drieschner vom Büro für Zeitgeschichte und Denkmalpflege (Berlin) stellen ihre Arbeit vor. Von 2002 bis 2009 haben sie umfangreiche Untersuchungen zu Knochen- und Ascheresten der Opfer der Krankenmorde sowie zu Abrissmaterialien der Kremierungsöfen auf dem Elbhang hinter der Gedenkstätte durchgeführt. Zudem haben sie großflächig bauliche Relikte eines der beiden Kremierungsöfen im Keller der damaligen Tötungsanstalt freigelegt.
„Die Ergebnisse dieser Arbeit werden sie allen Interessierten in einer Führung präsentieren und dabei auch auf jene Spuren der nationalsozialistischen Verbrechen eingehen, die dem Besucher sonst verborgen bleiben, weil sie klein und unbedeutend scheinen. Neue Erkenntnisse werden zwar auch in Zukunft in der Besucherbetreuung der Gedenkstätte vermittelt, aber die Gelegenheit, sich von Experten zum Thema informieren zu lassen ist einmalig“, erklärte der Gedenkstättenleiter Dr. Boris Böhm. „Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Schulz und Herrn Drieschner für diesen Tag gewinnen konnten“ so der stellvertretende Leiter der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dr. Klaus-Dieter Müller.
Die Führungen finden um 11 und um 14 Uhr im Rahmenprogramm des „Denkmals der Grauen Busse“ statt. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
Außerdem plant die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein im September erstmals ihre Wochenendöffnungszeiten auszuweiten. „Aufgrund der guten Resonanz der letzten Monate haben wir uns entschieden jeden Samstag im September von 11 bis 16 Uhr zu öffnen“, so Böhm mit Verweis auf die kontinuierlich gestiegenen Besucherzahlen der letzten Jahre. Wenn sich das neue Angebot bewährt, ist eine solche Regelung jeweils für das gesamte Wochenende im Sommerhalbjahr 2011 angedacht.
Literaturhinweis: Babara Schulz/Axel Drieschner, Spuren der Vernichtung. Archäologie und Bauforschung am Schutthang und im ehemaligen Krematorium der „Euthanasie“-Anstalt Pirna-Sonnenstein, in: Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e.V. (Hrsg.), Zur Erinnerung an ein Menschlichkeitsverbrechen. 1. September 2009: Einweihung der Namenstafeln für die Opfer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein und wissenschaftliches Symposium aus Anlass des Beginns der NS-Krankenmorde vor 70 Jahren (Sonnenstein. Beiträge zur Geschichte des Sonnensteins und der Sächsischen Schweiz, Heft 8), Pirna 2010, ISBN: 3-9809880-9-0



























































































































