Ich bin überzeugt, dass Sie hier eine gute Arbeit machen. Nicht nur für die Jugendlichen in dieser Stadt und in dieser Region sondern insgesamt einen Beitrag für die Gesellschaft leisten, dass Pirna und die Sächsische Schweiz vielfältiger sind.
Stanislaw Tillich (CDU, Sächsischer Ministerpräsident) aus Panschwitz-K.
Spätaussiedler besuchen Gedenkstätte Buchenwald
01.09.2009
Am 01.09., dem 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs, fuhr die Aktion Zivilcourage mit 50 Spätaussiedlern aus dem Raum Freital in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald.
Zwischen Juli 1937 und April 1945 wurde das KZ Buchenwald, auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben und war eines der größten auf deutschen Boden. 56.000 Menschen, darunter ca. 11.000 Juden kamen in Buchenwald ums Leben, vorwiegend durch die körperlich schwere Arbeit, die unmenschlichen Lebensbedingungen und die Grausamkeit der Wachleute. Durch das Eingangstor mit den zynischen Worten „Jedem das Seine“, ging es auf das Gelände des ehemaligen Lagers. In mitten des Geländes befindet sich, umgeben von hohen schwarzen Holzzäunen, das Krematorium. „Manche Häftlingsgruppen wurden gar zur sofortigen Ermordung in der Genickschussanlage ausselektiert, wie etwa sowjetische Kriegsgefangene“, erzählt die pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte, während ihrer eineinhalbstündigen Führung durch das ehemalige Lager.
An einer eindrucksvollen Erinnerungsstätten inmitten des ehemaligen KZs wurde inne gehalten,eine Metallplatte, in welche im Mittelteil in alphabetischer Reihenfolge die Namen von über 50 Nationen eingraviert sind. "Die gesamte Platte ist das ganze Jahr über auf 37 °C beheizt strahlt Wärme an diesem Ort der menschlichen Kälte aus." Sie steht anstelle des, bei der ersten Gedenkfeier am 19. April 1945, von einigen Überlebenden auf dem Appellplatz erichteten Obelisken aus Holz. Dieser sollte an die Geschehnisse erinnern, die den Häftlingen widerfahren sind.
Vor allem auch durch die Größe des Lagers und die zahlreichen Bilder aus der Zeit 1937-1945 gab es eine direkte Konfrontation und persönliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Holocaust. Die Gedenkfahrt nach Buchenwald bot die Möglichkeit, Historie ein wenig greifbarer zu machen.
Anschließend besuchte die Gruppe den "Glockenturm" und den Stelenweg, ein Denkmal wenige Kilometer außerhalb der Gedenkstätte Buchenwald. Erbaut von den ehemaligen Häftlingen aus Buchenwald, zu Ehren des Widerstandskampfes im Lager. Die 7 Stelen stehen symbolisch für die sieben Existenzjahre des Konzentrationslager. Die Erinnerungsstätte steht unter dem Motto „Durch Sterben und Kämpfen zum Sieg“. Dieser Ort gab einem auch die Möglichkeit Erlebtes zur reflektieren.
Den restlichen Tag besuchte man die Goethe-Schiller Stadt Weimar und erlebte einen deutlich anderen Blick auf deutsche Geschichte.
Durch das große Interesse wird es eine weitere Fahrt, am 25.09., mit Spätaussiedlern aus Heidenau und Pirna geben.
Bilder des Gedenkstättenbesuches finden Sie hier.
Quelle: Aktion Zivilcourage e.V.




























































































































