Galerie

Neuste Galerie:

Newsletter

Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein, um alle 14 Tage aktuelle Hinweise über unsere Projekte und Veranstaltungen zu erhalten.

Links

bunz teeno augenauf1 canna2

AZ-TV

aztv2

Web 2.0

facebook4 google1 twitter youtube studi1 schler1 benefind1

SpätaussiedlerInnen besuchen Gedenkstätte Buchenwald

P1080537 P1080531 P1080520 P1080546 25.09.2009

Am 25.09. fuhr die Aktion Zivilcourage mit 40 SpätaussiedlerInnen aus dem Raum Pirna und Heidenau in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald.

Zwischen Juli 1937 und April 1945 wurde das KZ Buchenwald, auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben und war eines der größten auf deutschen Boden. 56.000 Menschen, darunter ca. 11.000 Juden kamen in Buchenwald ums Leben, vorwiegend durch die körperlich schwere Arbeit, die unmenschlichen Lebensbedingungen und die Grausamkeit der Wachleute.

Durch das Eingangstor mit den zynischen Worten „Jedem das Seine“, ging es auf das Gelände des ehemaligen Lagers. In mitten des Geländes befindet sich, umgeben von hohen schwarzen Holzzäunen, das Krematorium. „Manche Häftlingsgruppen wurden gar zur sofortigen Ermordung in der Genickschussanlage ausselektiert, wie etwa sowjetische Kriegsgefangene“.

 

„Ein in die Arrestzellen inhaftierter Pfarrer, versuchte über 13 Monate den Häftlingen mit seinen Predigen, durch die verschlossene Zelle hindurch Hoffnung zu schenken, trotz aller Folter, Unterdrückung, Erniedrigung durch die SS-Männer. Bei den täglichen Appellen gab er ihnen neuen Mut und Kraft“, erzählt der studentische Mitarbeiterin der Gedenkstätte, während seiner eineinhalbstündigen Führung durch das ehemalige Lager.

 

Vor allem auch durch die Größe des Lagers und die zahlreichen Bilder aus der Zeit 1937-1945 gab es eine direkte Konfrontation und persönliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Holocaust.

An einer eindrucksvollen Erinnerungsstätte, inmitten des ehemaligen KZs wurde inne gehalten, eine Metallplatte, in welche im Mittelteil in alphabetischer Reihenfolge die Namen von über 60 Nationen eingraviert sind. "Die gesamte Platte ist das ganze Jahr über auf 37 °C beheizt strahlt Wärme an diesem Ort der menschlichen Kälte aus." Sie steht anstelle des, bei der ersten Gedenkfeier am 19. April 1945, von einigen Überlebenden auf dem Appellplatz errichteten Obelisken aus Holz. Dieser sollte an die Geschehnisse erinnern, die den Häftlingen widerfahren sind.

 

Den restlichen Tag besuchte man die Goethe-Schiller Stadt Weimar und erlebte einen deutlich anderen Blick auf deutsche Geschichte.

 

Die Gedenkfahrt nach Buchenwald bot die Möglichkeit, Historie ein wenig greifbarer zu machen.


Aufgrund des großen Interesse, war dies die dritte Gedenkfahrt mit SpätaussiedlerInnen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zuvor gab es zwei Fahrten mit Menschen aus Sebnitz / Neustadt i.Sa. und Freital. 


Bilder des Gedenkstättenbesuches finden Sie hier.

 

Quelle: Aktion Zivilcourage e.V.

zurück