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Rosenstraße 76 - Eine interaktive Ausstellung gegen häusliche Gewalt

Unbenannt2 Unbenannt1 02. - 31.03.2009 / Freital-Potschappel, Dresdner Straße 79

Mit dieser Ausstellung soll das Thema häusliche Gewalt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden. Die Besucher sollen sensibilisiert werden hinzusehen, wahrzunehmen, zu handeln.

Die traditionellen Rollen, die gesellschaftlich auch heute noch teilweise gefördert werden, werden thematisiert – der Mann als Ernährer der Familie, die Frau als Zuständige für die unbezahlten Tätigkeiten wie Kindererziehung, Hausarbeit, die emotionale Zuwendung an alle Familienmitglieder usw.

Durch Medien, Werbung und teilweise die Literatur werden vollkommene, entspannte, fröhliche, unendlich belastbare Idealbilder gezeigt, denen beide Geschlechter nicht gerecht werden können. Anliegen der Ausstellung ist es aufzuzeigen, wie Chancengleichheit in der Familie dazu beitragen kann, die Wünsche aneinander und an sich selbst realistisch zu formulieren, jedem seinen Freiraum und sein persönliches Feld zur Selbstverwirklichung zuzugestehen. Konflikte können gemeinsam und auf gleichem Niveau ausgetragen werden. So ist von vornherein keiner der Partner aufgrund seines Geschlechtes oder seiner Stellung in der Familie oder Partnerschaft benachteiligt.
Etwa 80 % der Opfer von häuslicher Gewalt sind Frauen. Laut der repräsentativen Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" hat mindestens jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren, die in einer Partnerschaft lebt oder gelebt hat, körperliche oder - zum Teil zusätzlich - sexuelle Übergriffe durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner mindestens ein- oder auch mehrmals erlebt. Frauen sind demnach von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte. Zu den Risikofaktoren gehören neben Trennung oder Trennungsabsicht auch Gewalterfahrungen in der Kindheit und Jugend. Bildung, Einkommen oder Schichtzugehörigkeit sind nach dieser Studie nicht entscheidend für die Ausübung bzw. Betroffenheit von Gewalt in Paarbeziehungen.
Da oft auch Kinder von den Folgen häuslicher Gewalt betroffen sind, ist es außerordentlich wichtig, Zusammenhänge darzustellen. In Fällen häuslicher Gewalt, in denen Kinder Zeugen sind, werden auch sie zu Opfern. Die betroffenen Kinder tragen ohne Hilfe zur Bewältigung daran sehr oft ein Leben lang und sind auch später potenzielle Opfer oder Täter.
Die Ausstellung thematisiert die häusliche Gewalt, macht sie spürbar. Sie ist nur ein Punkt in einem vielschichtigen, hochproblematischen und sensiblen Themengebiet, auf das aber wegen dieser potenziellen Gefahr auch aufmerksam gemacht werden muss. Die Problemlagen müssen im Zusammenhang gesehen werden. So kann man auch präventiv Erfolge erzielen. Das Umfeld muss sensibilisiert und handlungsfähig gemacht werden, um vor allem den Opfern effektiv Hilfe leisten zu können bzw. sie im Vorfeld zu stärken.
Es werden in der Ausstellung Alternativen, Schutzmöglichkeiten und Wege aus der Gewalt auf-gezeigt.
Die Ausstellung wird ständig durch kompetente Mitarbeiter begleitet. Führungen sind jederzeit nach Anmeldung möglich.



2. März 2009, 17:00 Uhr Eröffnungsveranstaltung

Grußworte: Susanne Meves – Leiterin der Leitstelle für Gleichstellung von Frau und Mann im Sächsischen Ministerium für Soziales, Michael Geisler – Landrat des Land-kreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Klaus Mättig – Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Freital

 

Öffnungszeiten

- Führungen nach Anmeldung: Montag bis Freitag
- Montag + Mittwoch: 15:00 Uhr - 19:00 Uhr
- Samstag: 14:00 Uhr - 17:00 Uhr

 

Rahmenprogramm

- 5. 3.2008, 16:00 Uhr Vortrag Dr. med. habil. Erfurt (Gerichtsmedizinerin)
- 9.3.2009, 19:00 Uhr „Neues im Familienrecht“, Frau Timmann, Rechtsanwältin
- 16.3.2009, 19:00 Uhr Buchlesung „Schau heimwärts Engel!“ mit Hartmut Jeromin
- 23.3.2009, 19:00 Uhr „Gewaltfrei Grenzen setzen – wie schwierig ist Erziehung?!“ mit Oliver Heger, Psychologe

Fachvorträge und Netzwerk-Treffen:

- 11. März 2009, 10:00 – 15:00 Uhr Weiterbildung für ErzieherInnen, LehrerInnen und SozialpädagogInnen zum Thema „Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Kinder und mögliche Interventionsformen“ – Gabriele Essbach, Dipl. Sozialarbeiterin, Systemische Therapeutin
- 18.  März 2009, 13:00 – 16:00 Uhr Treffen kommunaler Gleichstellungsbeauftragter
- 30. März 2009, 17:30 – 20:00 Uhr AK „NEIN“ zu Gewalt gegen Frauen und Lokale Agenda 21 Gruppe „Frauen für Freital“, Paar- und Familientherapeutin

Thematisch besetzte Öffnungszeiten:

- 09. März 2009, 15:00 – 19:00 Uhr Täterberatung „ESCAPE“
- 23. März 2009, 15:00 – 19:00 Uhr Beratungsnetzwerk „Weitblick“ Freital
- 25. März 2009, 15:00 – 19:00 Uhr Interventionsstelle und FKS Radebeul
- 30. März 2009, 15:00 – 19:00 Uhr Bürgersprechstunde Bürgerpolizist

 

Kontakt:
Stadt Freital - Gleichstellungsbeauftragte Jona Hildebrandt-Fischer
Dresdner Straße 56 | 01705 Freital
Tel: 0351 6476168 | Fax: 0351 64764821
Mail: hildebrandt@freital.de

 

 

Trägerkreis

Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Interventionsstelle und FKS Radebeul, Täterberatungsstelle „escape“, Jugendkoordinatorin Freital, DRK Soziale Dienste gGmbH, Diakonie Familienberatung, stv. Friedensrichter

Mit Unterstützung des Windberg Arena Freital e. V., der DRK Soziale Dienste gGmbH und der Vormil Grundstücksgesellschaft mbH

Gefördert durch LD Dresden, LK Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Große Kreisstadt Freital

 

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