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Ringvorlesung "Rassistsiche Gewalt und ihre gesellschaftlichen Umfeldbedingungen"

Willkommen1 13.10.11 - 19.01.2012 / Dresden
 

Die Stadt Dresden war in den letzten Jahren in besonderem Maße mit Rassismus konfrontiert. Jedes Jahr im Februar wird die Stadt zum Aufmarschort für Neonazis aus ganz Europa. Die Zahl der Übergriffe mit rassistischen und/oder rechtsmotivierten Hintergrund ist nach Angaben der Opferberatungsstellen der RAA Sachsen e.V. seit Jahren hoch. Am Beispiel des Mordes an der Ägypterin Marwa El-Sherbini am 01.Juli 2009 sollen die gesellschaftlichen Umfeldbedingungen rassistischer Gewalt aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Sachsen und Dresden sowie die Reaktionen und der Umgang mit dem Mord sollen ebenso Thema sein, wie die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft am Beispiel der Dresdner Johannstadt. Da der Mord als der erste „islamfeindliche“ Mord in der Bundesrepublik diskutiert wurde, gibt es einen Diskurs zu den Themen Islamophobie und deren Zusammenhang mit Rassismus.

Die juristische Auseinandersetzung mit der Problematik sowie eine Veranstaltung zu den Ansätzen der Auseinandersetzung mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sollen die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe abrunden.

Die Vorlesungsreihe wird unterstützt von: Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden, Kulturbüro Sachsen e.V., Amadeu Antonio Stiftung, Akademisches Auslandsamt der TU Dresden.

 

Teil 1: Einführung

 

13.10.: Sächsische Realitäten. Organisierte Neonazis und ihr gesellschaftliches Umfeld (Michael Nattke, Kulturbüro Sachsen e.V.)

20.10.: Neonazistische und rassistische Morde seit 1990 in Deutschland und Sachsen (Heike Kleffner, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste)

 

Teil 2: Gesellschaftliche Umfeldbedingungen in Sachsen

 

27.10.:Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – Phänomenbeschreibung und Analyse für Sachsen (Dierck Borstel, Universität Bielefeld)

03.11.: Reaktionen auf den Mord von Marwa El-Sherbini in Dresden, Sachsen und Deutschland (Anna-Maria Schielicke, TU Dresden)

10.11.: Reflexion der medialen Reaktionen auf den Mord von Marwa El-Sherbini (Robert Kusche, FU Berlin)

24.11.: Gelebte Integration, Rassismus und Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft in einem ostdeutschen urbanen Ballungsgebiet (Michael Nattke, Kulturbüro Sachsen e.V.)

 

Teil 3: Aktuelle Diskurse rassistischer Gewalt am Beispiel der Islamfeindlichkeit

 

01.12.: Islamophobie ist ein vorhandenes Phänomen, das auch so benannt werden muss (Floris Biskamp, Universität Gießen)

08.12.: Wie Nazis von antimuslimischem Rassismus profitieren (Ulli Jentsch, apabiz e.V.)

 

Teil 4: Juristische Verfolgung rassistischer Gewalt

 

15.12.: Juristische Verfolgung rechtsmotivierter Gewaltdelikte im deutschen Strafrecht (Kati Lang, TU Dresden)

12.01.: Die Verhandlung eines rassistischen Mordes vor dem Landgericht Dresden am Beispiel des Mordes an Marwa El-Sherbini (Andrea Hübler, Opferberatung der RAA Dresden)

 

Teil 5: Umgang mit den Umfeldbedingungen rassistischer Gewalt

 

19.01.: Wie schafft man demokratische Kultur? Ansätze zur Auseinandersetzung mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (Grit Hanneforth, Kulturbüro Sachsen e.V.)

 

Zeit und Ort: Donnerstag, 14:50 Uhr – 16:20 Uhr (5 DS); MOL/213 (George-Bähr-Str.3)

Beginn: 13.10.2011

Studium Generale; 1 Credit; Sitzschein, offen auch für Bürger- und Seniorenakademie

 

Flyer zur Vorlesung:http://tu-dresden.de/internationales/kultur/weltoffenheit/Flyer

 

Ansprechpartner:

Anja Albrecht
Tel.: 463 32070
Anja.Albrecht@tu-dresden.de

 

Quelle: Akademisches Auslandsamt der TU Dresden

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