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Marianne Birthler zu Besuch bei der Aktion Zivilcourage

Birthler Pirna 17.05.2009 / Pirna

Am Freitag, den 15. Mai 2009, besuchte die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (auch kurz Birthler-Behörde genannt), Frau Marianne Birthler, die Aktion Zivilcourage, um sich über die Arbeit und die Aktivitäten des Vereins zu informieren. In einem sehr interessanten Gespräch bezeichnete Frau Birthler die Aktion Zivilcourage als einen „Leuchtturm“ im Bemühen um Demokratie und Zivilcourage. Ihre Behörde will ebenso wie wir durch unsere Arbeit zu mehr Demokratieverständnis ermutigen. Die Erarbeitung gemeinsamer Projekte wurde verabredet.

Frau Birthler berichtete, dass bei ihrer Behörde bis jetzt 1,7 Millionen Anträge auf Akteneinsicht gestellt wurden; im Archiv stehen 170 Kilometer Akten.

Die Anfragen lassen nicht nach, sondern steigen zur Zeit wieder an. Gründe dafür können sein, dass viele Leute zunächst einen zeitlichen Sicherheitsabstand brauchten, ihre Bespitzelungen nachzulesen, zum anderen interessieren sich nun auch die erwachsenen Kinder der Betroffenen dafür.

Die Birthler-Behörde stellt ihre Arbeit unter anderem in Form von Projekttagen in Schulen vor und gewinnt durch Pädagogen, aber auch durch Journalisten, Multiplikatoren.

Sie arbeitet zusammen mit 6 Ländern, in denen es auch eine Geheimpolizei gab: Ungarn, Polen, Tschechische Republik, Slowenien, Bulgarien, Rumänien. Das Informationsmaterial, das Frau Birthler der AZ übergab, kann im Büro eingesehen werden.

Zum Abschluss ihres Aufenthalts in Pirna besuchten wir Oberbürgermeister Ulbig im Rathaus. Er stellte Frau Birthler kurz die Stadt, ihre politischen Verhältnisse und die Zusammenarbeit mit der Aktion Zivilcourage vor.

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Sächsische Zeitung, Samstag, 16. Mai 2009

Marianne Birthler zu Gast bei Aktion Zivilcourage

Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen der DDR, Marianne Birthler, besuchte am Freitag die Aktion Zivilcourage (AZ) in Pirna. Sie wollte sich über die Arbeit des Projektes informieren, dessen Zielrichtung ähnliche Ansatzpunkte habe, wie ihre Behörde. „Wenn es um die Aufklärung über diktatorische Strukturen geht oder um Freiheit und Demokratie, haben wir doch die gleichen Ziele“, sagte Birthler, die auch über vielfältige Bildungsangebote informierte, beispielsweise für Pädagogen. Der Kontakt soll noch intensiviert werden. „Wir planen eine Veranstaltung, bei der wir jugendgerecht an die friedliche Revolution im Herbst 1989 erinnern wollen“, sagt Agnes Muche, Vorsitzende der Aktion Zivilcourage. Dort soll gezeigt werden, was Zivilgesellschaft bewirken kann. „Es soll ein schönes Erinnern werden, ohne jedoch zu verklären“, sagt Muche. (SZ/gk)Pirna

Quelle: Aktion Zivilcourage e.V., 16.05.2009

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