Die Sächsische Schweiz ist BUNT – dafür stehe auch ich. Denn ich mag fremde Kulturen, ihre Menschen, ihre Sitten und Bräuche, über die ich viel wissen möchte! Wie langweilig wäre ein Deutschland mit nur Deutschen. Macht nicht die Vielfalt das Leben erst schön und bunt.
Heike Kesselring (Aktion Zivilcourage e.V.) aus Bad Gottleuba
Lesung mit dem Autor von „Gulag und Genossen“
08.10.2009
Mit 19 Jahren wurde er verbannt auf Lebenszeit
Günther Rehbein war gerade einmal 19 Jahre alt, als er von der Staatssicherheit verhaftet und zur sowjetischen Kommandantur gebracht wurde. Der Vorwurf die Planung eines Anschlags auf die Kommandantur in Gera war mehr als absurd. An seine Frau und sein Kind denkend verweigerte der Unschuldige die Unterzeichnung eines auf russisch geschriebenen Geständnisses. Unter Gewaltandrohung und der Befürchtung seiner Frau und dem Kind könne etwas widerfahren, unterzeichnete er letztendlich widerwillig. Durch den vorherig verweigerten Kooperationswillen, entschied ein Militärtribunal über eine hohe Strafe: 25 Jahre Internierungshaft im sibirischen Lager Gulag und Zwangsarbeit in einem Bergwerk.
Von 1952 bis 1955 verbrachte Günther Rehbein sein Leben dort, ohne jeglichen Kontakt in die Heimat.
Konrad Adenauer gelang es im Jahre 1955 die letzten deutschen Kriegsgefangenen Nachhause zu holen, unter ihnen auch Gunther Rehbein. Nachdem sein Wahl auf die alte Heimat und nicht auf die Bundesrepublik fiel, versuchte er hier als gebrandmarkter Klassenfeind wieder Fuß zu fassen, was Ihm aber nicht gelang. Die Stasi war hinter Ihm her und wollte eine Zusammenarbeit bewirken. Nach einem Zwischenfall mit dem ehemaligen Freund, der Ihn der Anschlagsplanung beschuldigte, wurde er verhaftet und musste vier Jahre im „Gelben Elend“ in Bautzen sitzen.
Nach dieser Zeit schreib Rehbein sein Erlebtes in eine Buch nieder und veröffentliche es.
Am 08.10.09 um 18:30 Uhr wir Günther Rehbein aus diesem in der Stadtbibliothek Pirna im „Gotischen Saal“ vorlesen und sich den Fragen der Besucher stellen.
Diese Lesung wird organisiert von der „Aktion Zivilcourage e.V.“ in Kooperation mit der „Stadtbibliothek Pirna“ und „Werk für kommunalpolitische Bildung Sachsen e.V.“
Quelle: Aktion Zivilcourage e.V.




























































































































