Die Arbeit der Aktion Zivilcourage kennen wir seit vielen Jahren und wir haben auch Projekte evaluiert. Hochachtung.
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer (Direktor d. Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung) aus Bielefeld
Integration junger Migranten
bis zum 31.01.2007
Eine Ausschreibung der Robert-Bosch-Stiftung
Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland kommt aus Migrantenfamilien. Für viele von ihnen ist es schwerer als für ihre
Altersgenossen ohne Migrationshintergrund, ihre Talente zu entfalten. Sie benötigen dazu besondere Unterstützung, Ermutigung und ein Gemeinwesen, das mit kultureller und sozialer Vielfalt zum Vorteil für alle umzugehen weiß.
Die Robert Bosch Stiftung hat deshalb das Programm „Integration junger Migranten“ eingerichtet, um überzeugende Projektideen zur Integration diejungen Menschen im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit zu fördern. Seit Herbst 2007 wird das Programm von der Stiftung Mitarbeit durchgeführt.
Welche Vorhaben können gefördert werden?
Die Projekte sollen praxisbezogen und lokal angelegt sein. Es kommen Vorhaben in Betracht, die
- längerfristig ausgerichtet sind (keine einmaligen Veranstaltungen, wie
z.B. ein Kulturabend);
- jungen Migranten und ihren Familien helfen, aktiv am Leben im Ort, in
der Schule oder dem Verein teilzunehmen und selbst Aufgaben für die
Gemeinschaft zu übernehmen;
- den Erwerb der deutschen Sprache fördern;
- Migrantenorganisationen dafür qualifizieren, Integrationsarbeit noch
erfolgreicher zu gestalten;
- die Zusammenarbeit von Vereinen, Schulen oder anderen örtlichen
Einrichtungen mit Migranten stärken
- die Leistungen junger Migranten sichtbar machen.
Dazu gehören zum Beispiel Eltern-Kind-Projekte im Kindergarten, Sprach- und Lernpatenschaften älterer Schüler mit jüngeren, neue selbstorganisierte Angebote im Jugendclub, die Einbeziehung Jugendlicher in ehrenamtliche Besuchsdienste oder auch die Einführung geeigneter Beteiligungsformen für junge Migranten an kommunalen Prozessen.
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass Migranten selbst aktiv an der Planung und Durchführung der Vorhaben beteiligt sind.
Besondere Berücksichtigung finden Projekte,
- die Einheimische und Migranten (auch unterschiedlicher Herkunft)
gemeinsam gestalten;
- die ehrenamtliches Engagement einbeziehen;
- die sich auch an die Eltern junger Migranten wenden.
Multiplikatorenprojekte oder überregionale Vorhaben können gefördert werden, wenn sie einen deutlichen Praxisbezug aufweisen.
Eine allgemeine Förderung von Vereinsarbeit oder Einzelfallhilfe für bedürftige Personen ist ebenso wenig möglich wie die Finanzierung von Deckungslücken, die durch reduzierte öffentliche Förderung entstanden sind.
Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge können z.B. Initiativgruppen, Bürgerbüros, Vereine, Schulen, Kindertagesstätten oder Kirchengemeinden stellen. Bewerbungen von migrantengeführten Organisationen sind besonders willkommen.
Wie hoch ist die Förderung?
Die Förderung der Robert Bosch Stiftung beträgt bis zu 5.000 € für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren.
Wie erfolgt die Antragstellung?
Interessenten reichen das speziell für dieses Programm vorbereitete Antragsformular direkt unter der angegebenen Adresse bei der Stiftung Mitarbeit ein. Das Formular kann auf den Internetseiten der Robert Bosch Stiftung (www.bosch-stiftung.de/junge_migranten) und der Stiftung Mitarbeit (www.mitarbeit.de) heruntergeladen oder per E-Mail bei der Stiftung Mitarbeit angefordert werden (mies-vanengelshoven@mitarbeit.de).
Einsendeschluss für die nächste Auswahlrunde ist der 30.01.2008. Die Antragsteller erhalten bis Ende April 2008 Bescheid, ob ihr Vorhaben gefördert wird.
Mit Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Stiftung Mitarbeit.
Ansprechpartnerin:
Brigitte Mies-van Engelshoven
Stiftung MITARBEIT
Bornheimer Straße 37
53111 Bonn
Telefon +49(0) 2 28-6 04 24-12
Fax +49(0) 2 28-6 04 24-22
Quelle: www.bosch-stiftung.de




























































































































