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Förderprogramm für internationale Jugendprojekte

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„Europeans for Peace“ ist ein Programm der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, das internationale Projekte fördert. Partnerschaften zwischen Schulen oder Jugendeinrichtungen aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder Israel sind eingeladen, sich mit einer gemeinsamen Projektidee zu bewerben.

Thema 2008: Herkunft & Vielfalt - „Woher kommen wir? – Wohin gehen wir?“

Mit dem Thema der Ausschreibung 2008 "Herkunft & Vielfalt" können im Rahmen des neuen Programms "Europeans for Peace" internationale Projekte gefördert werden, die erkunden, wie vielfältig Europa mit seinen Menschen, seinen Kulturen und seiner Geschichte im vergangenen Jahrhundert war und wie es heute ist. Wie haben Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts, insbesondere des NS-Regimes und anderer Diktaturen und deren Folgen, diese Vielfalt geprägt? Was unterscheiden Zwangsmigration (damals)und Arbeitsmigration (heute)? Was bedeutete es früher und was heißt es heute, in einem anderen Land, mit einer anderen Sprache und oft auch in einer anderen Kultur zu leben? Was bedeutet es heute, im eigenen oder in einem anderen Land fremd zu sein? Vor welchen Herausforderungen stehen auf dem Hintergrund historischer Vorerfahrungen heutige Bemühungen um Integration oder zum Schutz von Minderheiten ?

Im Rahmen dieses Themas können die Projektpartner für ihr Projekt entweder einen historischen oder einen gegenwartsbezogenen Projektzugang wählen:

A. Historisch – Woher kommen wir ?
Der historische Zugang zielt auf die Auseinandersetzung mit Biografien von Personen, deren Leben durch Flucht, Deportation, Exil, Zwangs- oder Arbeitsmigration oder Vertreibung im Kontext europäischer Geschichte des 20. Jahrhunderts, vor allem seit der NS-Zeit bis 1989, geprägt wurde. Durch die Befragung von Zeitzeugen sollen die beteiligten Jugendlichen angeregt werden, diese Biografien nachzuvollziehen und ihre eigenen heutigen Lebensvorstellungen zu hinterfragen.

B. Gegenwartsbezogen – Wohin gehen wir?
Gegenwartsbezogene Projekte können sich mit aktuellen Erscheinungsformen, Ereignissen und Folgen von Migration und gesellschaftlicher Vielfalt in Europa und Israel auseinandersetzen und Wege gesellschaftlichen Engagements zu einem friedvolleren gesellschaftlichen Miteinander von Mehr- und Minderheiten aufzeigen.


In vorbereitenden gemeinsamen Projektberatungsseminaren werden Gemeinsamkeiten und Schnittstellen beider Projektzugänge von den Projektpartnern reflektiert. Zukünftig werden sich die Projekte dazu in einem interaktiven Bereich der Homepage austauschen können und derart Denkanstöße für die eigene Projektarbeit erhalten. So will die Stiftung die Brücke von "Erinnerung und Zukunft" in diesem Programm praktisch werden lassen.

Die besten Projekte beider Projektzugänge werden in einer Preisträger-veranstaltung gemeinsam präsentiert und in einer Publikation veröffentlicht.

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Quelle: www.europeans-for-peace.de

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