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FORUM FRAUENKIRCHE

womenschurch Gewalt. Faszination und Erschrecken

Ein besonderes Anliegen der Frauenkirche ist die Friedens- und Versöhnungsarbeit. Mehrmals im Jahr werden wichtige Vertreter des öffentlichen Lebens und Wissenschaftler zu Friedensfragen eingeladen, um Wege zu einer Kultur des Friedens zu beschreiben. Der Friedensbegriff ist dabei so weit gefasst, dass er Fragen des individuellen, gesellschaftlichen und globalen Friedens umgreift.

Das Forum, das in erster Linie durch Vortragsveranstaltungen geprägt ist, bietet die Möglichkeit zum interdisziplinären Dialog und möchte Toleranz und Verständigung ermöglichen. Die Veranstaltungen des Wissenschaftsforums finden in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und der Sächsischen Staatskanzlei statt.

Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2008:

Donnerstag, 21. Februar 2008, 20 Uhr
Astrid von Friesen
Häusliche Gewalt: Frauen, Männer und Kinder als Täter und Opfer

Mittwoch, 2. April 2008, 20 Uhr
Thea Dorn
Faszination Gewalt

Donnerstag, 17. April 2008, 20 Uhr
Prof. Dr. Gudrun Krämer
Islam und Gewalt

Donnerstag, 15. Mai 2008, 20 Uhr
Eduard Geyer, Prof. Gunter A. Pilz, Torsten Rudolph
"Gewalt im Stadtion"

Donnerstag, 19. Juni 2008, 19 Uhr
Prof. Dr. Manfred Josuttis, Prof. Dr. Martin Riesebrodt
"Christentum und Gewalt"

Mit der Vertreibung aus dem Paradies tritt Gewalt in das menschliche Leben. Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Gewalt ist Bedrohung und Mittel zur Durchsetzung von Lebens- und Überlebensinteresse zugleich. Tagtäglich wird Gewalt ein hoher Nachrichtenwert beigemessen und offenbar auch ein nicht zu verachtendes Unterhaltungspotential.
„Brücken bauen, Versöhnung leben, Glauben stärken“ ist die Botschaft der Dresdner Frauenkirche. Sie will Wege zu einer Kultur des Friedens aufzeigen. So liegt es nahe, sich mit den Phänomenen von Gewalt in seinen vielfältigen Erscheinungsformen auseinander zu setzen. Jede Wertung erfordert Wahrnehmung, Beschreibung und Deutung. Was ist das Wesen von Gewalt? Welche Erscheinungsformen gibt es? Welche Funktionen übernimmt Gewalt in sozialen Gruppen und für die Gesellschaft?
Diesen Fragen stellt sich die Reihe des Forum Frauenkirche im Jahr 2008. Wissenschaftler, Betroffene, Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten und das Publikum werden verschiedene Formen von Gewalt diskutieren und sich um Antworten bemühen. Dabei ist zu erwarten, dass keineswegs in allen Fragen Einigkeit erzielt werden kann. Auch eine gute Streitkultur ist ein Beitrag zu einer Kultur des Friedens.

Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei. Reservierungen sind nicht möglich.

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