Toleranz und ein bunter Strauß gemeinwohlfördernder Ideen verbürgen am besten, dass wir die vom Ansatz her doch gute Ordnung unseres Gemeinwesens weiter verbessern – gerade auch in der Sächsischen Schweiz.
Prof. Dr. Werner J. Patzelt (Institut für Politikwissenschaft) aus Dresden
Der Sächsische Förderpreis für Demokratie 2008
Bewerbung bis zum 14. Juli 2008
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2008 wird der Sächsische Förderpreis für Demokratie zum zweiten Mal von der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Stiftung Frauenkirche Dresden, der Freudenberg Stiftung und der Amadeu Antonio Stiftung verliehen.
Zwei Preise in Höhe von je 15.000 Euro unterstützen und belohnen mutiges Engagement von Initiativen und Projekten, die für die Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten eintreten, die Demokratie in ihrer Region stärken oder sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Extremismus oder jede andere Form von Gewalt einsetzen.
Schicken Sie Ihre Bewerbung bis zum 14. Juli 2008 an die
Amadeu Antonio Stiftung,
Stichwort: Förderpreis,
Linienstr. 139,
10115 Berlin
Warum ein Förderpreis?
Schon seit Jahren versuchen rechtsextreme Gruppen gezielt, ihre Kräfte in Sachsen zu bündeln und prägen ein zunehmend antidemokratisches Klima. Rechtsextremismus hat sich hier über lange Zeit entwickelt und verfestigt. Bei den Landtagswahlen 2004 konnte die NPD in manchen Regionen zweistellige Ergebnisse erzielen. Teilweise haben sich rechtsextreme Strukturen etabliert, die es immer mühsamer machen, sich für die Werte der Demokratie, Weltoffenheit und die Anerkennung der Menschenrechte einzusetzen.
Doch die Gesellschaft reagiert: In Sachsen gibt es zahlreiche Initiativen, die bereits fachlich fundierte Erfahrungen im Umgang mit Rechtsextremismus bzw. Extremismus in jeglicher Form besitzen.
Wirtschaftsunternehmen haben ihre Verantwortung erkannt und fördern innovative Ansätze. Auch Kirchen, Kommunen und die Zivilgesellschaft vernetzen sich zunehmend, um wirksame Strategien für Demokratie und gegen Extremismus zu suchen und sie umzusetzen. Flächendeckende und wirksame Arbeit ist jedoch nur mit langem Atem möglich.
Mit dem Sächsischen Förderpreis werden gute Praxisbeispiele prämiert und innovative Ansätze unterstützt und befördert.
Folgende Fragen sollten im Antrag beantwortet werden:
- Wie stellt sich die Situation vor Ort dar?
- Welche Ziele verfolgen die Initiative und das konkrete Projekt?
- Welche Zielgruppen sollen mit dem Projekt angesprochen und erreicht werden?
- Mit welchen Methoden wird gearbeitet?
- Welche Ergebnisse werden von dem Projekt erwartet?
Die Bewerbungen sollten eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen:
- Stärkung einer demokratischen und toleranten Alltagskultur;
- offensive Auseinandersetzung mit Themen wie Menschenrechte und Minderheitenschutz, Ursachen und Folgen von Extremismus sowie Antisemitismus, Rassismus und jeder anderen Form von Gewalt;
- Unterstützung von Opfern extremistischer und rassistischer Gewalt;
- Förderung der Zusammenarbeit mit Schulen, Kommunen, Polizei, lokalen Unternehmen und Kirchengemeinden;
- im Unternehmen: Einstehen für ein Betriebsklima, das Rassismus und Diskriminierung ächtet.
Es werden Projekte gesucht, die für ihre Durchführung eine finanzielle Unterstützung benötigen. Bereits abgeschlossene Projekte können leider nicht berücksichtigt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Telefon: 030. 240 886 10
info (at) amadeu-antonio-stiftung.de
www.demokratiepreis-sachsen.de
Quelle: www.demokratiepreis-sachsen.de




























































































































