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"Das hat es bei uns nicht gegeben"

antisemitismus Nur noch bis zum 30. März!! / Stadtmuseum Dresden Antisemitismus in der DDR

Das Rechercheprojekt “Antisemitismus in der DDR” hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der ostdeutschen Bevölkerung eine Debatte über Antisemitismus anzustoßen. In acht ostdeutschen Städten recherchierten deshalb Jugendliche mit der Unterstützung von Fachkräften zu diesem Thema. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Wanderausstellung präsentiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung diskutiert der Vortrag von Dr. Thomas Haury antisemitische Haltungen und Handlungen in der DDR.

Dass es in der DDR, nicht anders als im Westen Deutschlands, antisemitische Schmierereien und Schändungen jüdischer Friedhöfe gab, vermag wenig zu verwundern. Wohl aber der offizielle Umgang mit solchen Vorfällen: Sie wurden möglichst vertuscht und verschwiegen, um nicht das Selbstbild des antifaschistischen Deutschlands in Gefahr zu bringen. Gleichzeitig wurden unter dem Dogma der marxistisch-leninistischen Faschismus-Theorie sowohl der Antisemitismus als auch die
nationalsozialistische Judenvernichtung kaum thematisiert. Doch nicht nur das: Die Behandlung jüdischer Opfer des Nationalsozialismus, die nicht erfolgte Rückgabe arisierten jüdischen Besitzes, der Umgang mit den Spuren jüdischen Lebens, die Beteiligung der SED an den antisemitischen Verfolgungen zur Zeit des Slansky-Prozesses sowie die jahrzehntelang betriebene israelfeindliche Politik und Propaganda der DDR – all das stellt die differenziert zu beantwortende Frage nach den Ursachen und Ausdruckformen antisemitischer Ressentiments in der DDR.
(Thomas Haury)

Heike Radvan wird als Vertreterin der Amadeu Antonio Stiftung und Projektleiterin eine Einführung in die Idee, Zielsetzung und Entwicklung der Ausstellung geben. Die Amadeu Antonio Stiftung gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Institutionen, die sich im Kampf gegen den Antisemitismus in Deutschland mit vielen Projekten, insbesondere unter Beteiligung junger Menschen, sowie zahlreichen Publikationen engagieren.

Das komplette Programm zur Ausstellung sehen Sie hier.

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