Zivilcourage, Toleranz und Weltoffenheit - Wichtig und fördern!
David Kliemann aus Dresden
Aufruf zur Demonstration „Geh Denken”
Vor 75 Jahren ging in Deutschland die Demokratie unter. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, der Auflösung des Reichstags, der Verhaftung politischer Gegner und der Zerschlagung der Gewerkschaften und anderer freier Vereinigungen hatte sich die Macht der Nationalsozialisten unter den Augen und mit Hilfe der Deutschen bereits im März 1933 etabliert.
Der Reichtagsbrand, die Bücherverbrennungen, die Abschaffung der Bürger-und Menschenrechte und die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Deutschlands und Europas waren der Anfang einer Entwicklung, die mit dem Tod von Millionen Menschen im zweiten Weltkrieg endete.
Heute, 75 Jahre später, marschieren wieder die Anhänger dieser tödlichen Ideologie, drängen in die Parlamente, ergreifen die Worte und die Plätze, und machen kein Geheimnis daraus, dass sie wieder genau so handeln würden wie damals.
Die Abschaffung der Demokratie und die Demontage der Bürger-und Menschenrechte ist ihr erklärtes Ziel.
Das lassen wir uns nicht gefallen, nicht in diesem Jahr und nie wieder.
Deshalb gehen wir auf unsere Straßen, Plätze und Brücken und zeigen, dass eine starke Demokratie der Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ist!
Kommen Sie zur Demonstration „Geh Denken - Aus der Geschichte lernen – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit”!
Am Samstag, 16. Februar 2008, 14.30 Uhr am Goldenen Reiter mit Zwischenkundgebungen
Erklärung der jüdischen Gemeinde zu Dresden:
"Mit Entsetzen haben wir gehört, dass am 16. Februar 2008 alte und neue Nazis beabsichtigen, erneut in der Stadt Dresden zu demonstrieren. Die Route wird wieder an unserem Gotteshaus vorbeiführen. Als Mitglieder der Jüdischen Gemeinde empfinden wir eine derartige Demonstration in unmittelbarer Nähe der Neuen Synagoge am Schabbat als bewusste Provokation. Und das 70 Jahre nach der Pogromnacht vom 9./10. November 1938, in der Nazis auch unsere Synagoge zerstörten.
Wir wünschen uns, dass die Neue Synagoge und ihr Umfeld ein Ort lebendiger Begegnung und respektvoller Auseinandersetzung mit Gedächtnis und Gegenwart bleibt. Gemeinsam mit vielen anderen Dresdnern protestieren wir deshalb gegen Geschichtsverfälschung und die Präsenz der Rechtsextremen. Aus diesem Grunde lädt die Jüdische Gemeinde alle ihr nahe stehenden Dresdner zum Schabbat-Gottesdienst am 16.02.2008 um 10:00 Uhr in der Neuen Synagoge Dresden und auf dem Innenhof ein.
Der Schabbat als jüdischer Ruhetag verlangt eine friedliche und würdige Atmosphäre. Deshalb bitten wir alle Besucherinnen und Besucher dieses öffentlichen Gottesdienstes, gemeinsam für diese Atmosphäre zu sorgen.
Im Anschluß an den Schabbat-Gottesdienst finden hinter dem Gemeindezentrum am Rathenauplatz Gespräche mit Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde und unserem Rabbiner statt. Infostände und künstlerische Beiträge werden dieses öffentliche Gespräch bereichern."
Dresden, am 11. Februar 2008
Nora Goldenbogen Heinz-Joachim Aris, Im Namen der Jüdischen Gemeinde im Namen des zu Dresden Landesverbandes Sachsen der jüdischen Gemeinden
Erklärung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Erklärung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Erklärung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Erklärung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Erklärung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Erklärung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden"Mit Entsetzen haben wir gehört, dass am 16. Februar 2008 alte und neue Nazis beabsichtigen, erneut in der Stadt Dresden zu demonstrieren. Die Route wird wieder an unserem Gotteshaus vorbeiführen. Als Mitglieder der Jüdischen Gemeinde empfinden wir eine derartige Demonstration in unmittelbarer Nähe der Neuen Synagoge am Schabbat als bewusste Provokation. Und das 70 Jahre nach der Pogromnacht vom 9./10. November 1938, in der Nazis auch unsere Synagoge zerstörten.
Wir wünschen uns, dass die Neue Synagoge und ihr Umfeld ein Ort lebendiger Begegnung und respektvoller Auseinandersetzung mit Gedächtnis und Gegenwart bleibt. Gemeinsam mit vielen anderen Dresdnern protestieren wir deshalb gegen Geschichtsverfälschung und die Präsenz der Rechtsextremen. Aus diesem Grunde lädt die Jüdische Gemeinde alle ihr nahe stehenden Dresdner zum Schabbat-Gottesdienst am 16.02.2008 um 10:00 Uhr in der Neuen Synagoge Dresden und auf dem Innenhof ein.
Der Schabbat als jüdischer Ruhetag verlangt eine friedliche und würdige Atmosphäre. Deshalb bitten wir alle Besucherinnen und Besucher dieses öffentlichen Gottesdienstes, gemeinsam für diese Atmosphäre zu sorgen.
Im Anschluß an den Schabbat-Gottesdienst finden hinter dem Gemeindezentrum am Rathenauplatz Gespräche mit Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde und unserem Rabbiner statt. Infostände und künstlerische Beiträge werden dieses öffentliche Gespräch bereichern."
Dresden, am 11. Februar 2008
Nora Goldenbogen Heinz-Joachim Aris, Im Namen der Jüdischen Gemeinde im Namen des zu Dresden Landesverbandes Sachsen der jüdischen Gemeinden
Quelle: www.dresden-fuer-demokratie.de/




























































































































