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Aktion Zivilcourage nimmt an 4. Generalkonferenz der "Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus" in Uppsala (Schweden) teil

eccar 18.-19.11.2010 / Uppsala (Schweden) 4. Generalkonferenz "Cities Promoting Equality and Solidarity"

Am 18. und 19. November 2010 treffen sich Vertreter der "Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus" im schwedischen Uppsala zu ihrer 4. Generalkonferenz. Das Motto des Austausches ist dieses Mal "Cities Promoting Equality and Solidarity". Der Aktion Zivilcourage e.V. ist eingeladen und entsendet zwei Teilnehmer/innen als Repräsentaten des Vereins. 

Zentral ist in diesem Jahr die Frage, wie man auf Ebene der städtischen Behörden Demokratie, Respekt und Fairness fördern bzw. stärken kann, um eine lebenswerte Umgebung zu schaffen.

 

In der Erklärung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. heißt es:

 

"Rassismus und Diskriminierung sind weltweit verbreitete Probleme, mit denen sich die europäischen Städte intensiv auseinandersetzen müssen, angesichts althergebrachter Vorurteile und Ängste vor dem Fremden, angesichts von Abstiegsängsten, aber auch angesichts einer liberaleren Gesellschaft und der multikulturellen Zusammensetzung ihrer Viertel. Die UNESCO und die Stadt Nürnberg haben 2004 die Initiative ergriffen, Städte aus ganz Europa an einen Tisch zu bringen.

Seit Gründung der European Coalition of Cities Against Racism (ECCAR) haben sich 101 Städte aus 21 europäischen Ländern zusammengeschlossen, um gemeinsam Strategien im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung zu erarbeiten. Der Gründungsgedanke war: Internationale Staatenabkommen genügen nicht, viele Aspekte von Rassismus und Diskriminierung müssen auf der lokalen Ebene angegangen werden. ECCAR entwickelte einen 10-Punkte-Aktionsplan mit Vorschlägen für konkrete Handlungsansätze und -beispiele.

Die Generalkonferenz 2010 der ECCAR in Uppsala wird speziell der Frage gewidmet sein, wie man auf Ebene der städtischen Behörden gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen kann, um eine lebenswerte Umgebung zu schaffen, die sich durch Werte wie Gleichberechtigung und Solidarität auszeichnet. Das meint insbesondere die Bekämpfung von rassistischem Populismus und der Diskriminierung von Minderheiten, wie Sinti und Roma, Menschen afrikanischer oder arabischer Herkunft, Muslime, Juden, Asylbewerbern. Ziel der Konferenz ist es, einerseits Strategien zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung kritisch zu überdenken und andererseits neue Partnerstädte für die Initiative zu gewinnen.

Der Erfahrungsaustausch zwischen den Städtevertretern wird in einer Plenardebatte und in fünf Arbeitsgruppen organisiert. Auf dem Podium soll ein konkretes Bild über die derzeitige Situation des rechten Populismus in Europa insgesamt und in den beteiligten Städten im Speziellen entstehen, so dass anschließend nach Lösungen gesucht und Aktionen zur Prävention von Rassismus geplant werden können. In drei der Arbeitsgruppen werden aktuelle Themen, wie die Einbeziehung von Menschen ohne Krankenversicherung in das Gesundheitswesen oder die Integration von Einwohnern ohne Aufenthaltsgenehmigung thematisiert. Zwei weitere Arbeitsgruppen werden sich mit der Beteiligung Jugendlicher und der Stärkung von Beziehungen zu NGOs beschäftigen."

 

Website zur ECCAR-Generalkonferenz 2010

 

 

seb4  Ansprechpartner:

 

  Marek Stahl

  stellvertretender Vorsitzender

  E-Mail: MStahl@seznam.cz

 

 

 

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