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„Ehrenamt in meinem Ort“

IMG_0206 04.04.2012 / Pirna Fachtagung zur Stärkung bürgerschaftlichen Engagements
 

„Ehrenamt ist ein echter Mehrwert für unsere Kommunen“ – darüber waren sich die Teilnehmer der gestrigen Fachtagung zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements junger Menschen einig.

Auf der vom Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ geförderten Tagung, die der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemeinsam mit der Aktion Zivilcourage e. V. organisierte, kamen Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der kommunalen Verwaltungen mit Vertretern von Wohlfahrtsverbänden und ehrenamtlich Aktiven in Vereinen und Initiativen zusammen, um das Thema kontrovers zu diskutieren und praktische Tipps zur Förderung des Ehrenamtes auszutauschen.

Dass Ehrenamt vor allem dort gedeiht, wo es ein offenes Miteinander auf Augenhöhe gibt, zeigten zahlreiche Diskussionsbeiträge: So berichtete Pretzschendorfs Bürgermeisterin Kerstin Winkler von einem Stammtisch, der engagierte Jugendliche des Ortes mit Ansprechpartnern der Kommune zusammenbringt. Der offene Austausch habe dazu geführt, dass nicht nur die Jugendclubs des Ortes in der Hand der jungen Leute gut funktionierten, sondern diese sich auch an der Organisation von Dorffesten aktiv beteiligten und so das Kulturleben in der Kommune bereicherten. Auch in Bad Schandau und Glashütte hat man gute Erfahrungen mit der direkten Kontaktpflege zwischen Ehrenamtlichen und Kommunalpolitik gemacht.

An Grenzen stoßen die Ehrenamtlichen vor allem dort, wo es an der notwendigen Infrastruktur und an materiellen Ressourcen mangelt. So müsse es Möglichkeiten zur Entschädigung eigener Aufwendungen – etwa Fahrt- und Telefonkosten – geben. Es wäre doch schade, wenn junge Engagierte an Aktivitäten seltener teilnehmen, weil sie das Busticket in den Nachbarort auf Dauer nicht finanzieren könnten, so Ines Zachau vom Verein Familie Aktiv aus Rathmannsdorf.

Wie wichtig die Anerkennung und Würdigung des Engagements junger Menschen ist, machte Nico Haufe, ein bei der Initiative „Teeno Events“ aktiver Jugendlicher, in seinem Redebeitrag deutlich. Er wünsche sich von den kommunalen Verantwortungsträgern ein Zertifikat, dass engagierten jungen Menschen ausgestellt werde, damit diese etwa bei Bewerbungen für Ausbildungsplätze ihre Aktivitäten nachweisen können. Vertreter des Landkreises und der Stadt Pirna versprachen, sich diesem Anliegen anzunehmen. Darüber hinaus sollen in Zukunft auch andere Wege zur Förderung des Ehrenamts erprobt werden. „Die Fachtagung sollte den Beteiligten erste Impulse liefern. Wir werden künftig die Aktiven in den Kommunen dabei unterstützen, eigene Wege zur Förderung des Ehrenamtes vor Ort zu erproben“, versicherten die Veranstalter von der Aktion Zivilcourage und dem Landkreis zum Ende der Tagung.

 

Quelle: Aktion Zivilcourage e. V.

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